Wednesday 16. May 2012
Katholisch-Theologische Fakultät
Institut für Praktische Theologie

Diplomarbeit schreiben


Sie möchten in der Praktischen Theologie eine Diplomarbeit schreiben...

Voraussetzungen:

  • Sie haben Interesse daran, eine spezielle religionspädagogische / fachdidaktische / pastoraltheologische Fragestellung selbständig wissenschaftlich zu bearbeiten (bevorzugt zu einem Schwerpunktthema des Instituts);
  • Sie haben mindestens ein Seminar aus
    Religionspädagogik / Pastoraltheologie erfolgreich absolviert;

Procedere:

  • Kontaktaufnahme über das Sekretariat;
  • Klären und Präzisieren des Forschungsinteresses / der Forschungsfrage mit dem/der  Betreuer/in; Verfassen eines Exposés (Thema der DA, Fragestellung, zentrale (Hypo-)Thesen, Grobgliederung; max. 1 Seite);
    Besuch eines Forschungsseminars;
  • „Anmeldung des Diplomarbeitsthemas und Bekanntgabe des Betreuers / der Betreuerin“ im StudienServiceCenter Katholische Theologie; muss ein halbes Jahr vor Abgabe der Arbeit erfolgen.

Kriterien zum Verfassen / zur Beurteilung der DA:

Themenvorschläge

 

Sie können auf Themenvorschläge des Instituts zurückgreifen, aber auch selbst ein Thema für Ihre Arbeit wählen und dieses mit Ihrem Betreuer/Ihrer Betreuerin besprechen:

 

Religionspädagogik und Katechetik:

  • Sich aus Fehlern und Misslungenem bilden: Ein Beitrag zur Bildung von ReligionslehrerInnen. Analyse und Reflexion religionsunterrichtlichen Fehlhandelns mit dem Ziel, Situationen, Handeln von Personen, die Wirkung von Inhalten und deren Planung besser verstehen zu können und daraus Einsichten für verändertes Denken und Handeln zu gewinnen.
  • Lernen in, über und von Religion: Was und wie in Religion gelernt wird, hat in den letzten Jahren durch die Standarddebatte neue Facetten erhalten. Vielfach – speziell im angloamerikanischen Raum – hat man begonnen, religiöses Lernen als „Learning in, from and about religion“ zu kategorisieren. Zu den Perspektiven „Über und von Religion zu lernen“ gibt es bereits ein ausgearbeitetes Schema aus England. Dieses Schema auch für die Perspektive „Lernen in Religion“ zu adaptieren, kann im Rahmen einer Diplomarbeit erfolgen. Darüber hinaus ließe sich im Rahmen von „Religionsunterrichtsforschung“ dieses Konzept als Themenanalyse empirisch evaluieren. 2-3 Studierende könnten in einem ForscherInnenteam zusammenarbeiten.
  • Die Bedeutung von subjektiven Theorien von LehrerInnen und SchülerInnen: Religionspädagogische Konzepte entwickeln elaborierte wissenschaftliche Theorien zu Lernen, religiösem Lernen, religiöser Bildung, Umgang mit SchülerInnen, etc.. Diese Leittheorien werden aber im Alltag vielfach durchbrochen, bestärkt, widersprochen durch die subjektiven Sichtweisen, die LehrerInnen und SchülerInnen mitbringen und durch die ihr Handeln vielfach unbewusst bestimmt wird. Die Erforschung von Subjektiven Theorien kann einen Beitrag dazu leisten, dies bis zu einem gewissen Grad bewusst zu machen und so der Reflexion und daraus folgernd der Veränderung zugänglich zu machen. Studierende können – ausgehend vom Forschungsprogramm Subjektive Theorien – Fallbeispiele untersuchen und so einen (Bewusstseins)Bildungsprozess von LehrerInnen und SchülerInnen dokumentieren.
  • Religion in der Schule: Religion kommt im schulischen Alltag in unterschiedlichen Dimensionen vor. Wo zeigt sich explizit und implizit Religion im Kontext einer konkreten Schule. Empirische Vorgehensweise: teilnehmende Beobachtung und/oder ExpertInneninterviews. Die Teilnahme am Seminar „Religion und Schulentwicklung“ ist dafür erforderlich.
  • Schulportraitforschung: Im Rahmen einer Diplomarbeit soll eine kritische Relecture des Modells der Schulportraitforschung von Wittenbruch et al. Erfolgen. Es soll überprüft werden, wie weit es geeignet ist, den Spannungsreichtum der Realität katholischer Privatschulen zu erfassen.
  • Was ist gute Schule? Anhand des heterogenen Fachdiskurses gilt es eine Kriteriologie für gelingende Schulentwicklung zu erarbeiten. Die Teilnahme am Seminar „Schulentwicklung und Religion“ ist dafür erforderlich.
  • Analyse konfessioneller Lehrpläne für Volksschulen in Österreich: 2010 wurden drei konfessionelle Lehrpläne für den Religionsunterricht an Volksschulen er- und überarbeitet. Da Lehrpläne Kinder ihrer Zeit sind, in denen sich religionspädagogische und -didaktische Konzeptionen widerspiegeln, ist eine Analyse erforderlich (Entstehung und Vergleich).
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien | Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-30001
http://ktf.univie.ac.at/