Wednesday 16. May 2012
Katholisch-Theologische Fakultät
Theologie und Geschichte des Christlichen Ostens

Neue Forschungsplattform "Wiener Osteuropaforum"

Die Universität Wien richtet mit Beteiligung der Theologie eine Forschungsplattform ein, die den universitären Forschungsschwerpunkt Osteuropa behandelt.

Das Institut für Theologie und Geschichte des Christlichen Ostens beteiligt sich an der interdisziplinären Plattform der Universität Wien. Ziel ist die Forschungsvernetzung in der Osteuropaforschung, einem Schwerpunkt der Universität. Die Beteilung der Theologie an diesem interfakultären Projekt ist ein deutliches Zeichen für ihre Bedeutung im akademischen Fächerkanon und ihre gesellschaftliche Relevanz im modernen Europa. 


Thematik 

 

Osteuropa von der Adria bis an den Ural, von der Ostsee bis zur Ägäis umfasst den größten Teil des europäischen Festlandes und bildet eine der wichtigsten Großregionen des Kontinents.

 

Die ethnische, sprachliche und kulturelle Vielfalt des Raumes, seine reiche Geschichte, die widersprüchliche Dynamik während der Epoche des Staatssozialismus und danach und seine Bedeutung für die Zukunft Europas erfordern eine breit angelegte wissenschaftliche Forschungsstruktur. Diese kann weltweit nur an
wenigen Forschungsstandorten umfassend gewährleistet werden.

 

 

Standort Wien 

 

Das „Wiener Osteuropaforum" vereint Wissenschaftler aus sechs Fakultäten und bringt damit eine europaweit seltene Konzentration einer interdisziplinären Beschäftigung mit dem ost-, ostmittel- und
südosteuropäischen Raum zum Ausdruck.

 

Es stellt sich zum einen in die lange Tradition Wiens als zentralen Standort der wissenschaftlichen und kulturellen Beschäftigung mit Osteuropa und spiegelt zum anderen die grundlegende Bedeutung Osteuropas für Wien und Österreich in Gegenwart und Zukunft wider.

 

Das „Wiener Osteuropaforum" möchte die umfangreiche einschlägige Fachkompetenz an der Universität Wien bündeln und nach außen deutlich sichtbar machen. Die räumliche Breite und zeitliche Tiefe der Osteuropaforschung sticht dabei als besondere Stärke der Forschungsstandorts Wien hervor.

 

Nachwuchsförderung 

 

Die Forschungsplattform versteht sich als Koordinierungsstelle für eine interdisziplinär angelegte Nachwuchsförderung, die in eigenen vom akademischen Nachwuchs organisierten Tagungen ihren Ausdruck finden soll, sowie als Möglichkeit, zentrale Fragestellungen in einem interdisziplinären Zugang aufzugreifen.

 

Interdisziplinarität 

 

Die Interdisziplinarität und die Beziehungen zwischen den beteiligten Fakultäten sollen durch ein breit angelegtes Programm von Tagungen und Ringvorlesungen intensiviert werden, bei denen jeweils mindestens zwei Disziplinen federführend wirken.

 

Die Forschungsplattform wird nicht unter ein übergeordnetes inhaltliches Thema gestellt, da die disziplinäre Breite und Vielfalt der vertretenen Forschungsrichtungen dabei zu wenig zum Tragen käme. Vielmehr ist die Forschungsplattform gegliedert in zwei Bereiche:
- einen zentralen Koordinationsteil (Koordinationsstelle, Internetportal) und die von allen
Beteiligten organisierten Festvorträge;
- sechs wissenschaftliche Veranstaltungen, die sich gezielt neuen bzw. zentralen Fragen des Forschungsfelds in interdisziplinärer Weise widmen.


Veranstaltungen


Ein Internetportal dient der verstärkten Sichtbarmachung der einschlägigen Forschungen sowie der Aktivität der Forschungsplattform.
Jährliche Festvorträge herausragender Persönlichkeiten sollen das Osteuropaprofil der Universität Wien gegenüber einem breiten, auch außeruniversitären Publikum schärfen.
Zentrale Forschungsfragen werden zum einen mit Blick auf die Studierendenschaft in interdisziplinär angelegten Ringvorlesungen behandelt, zum anderen an ein Fachpublikum gerichtet in drei großen internationalen Tagungen thematisiert.


Dem wissenschaftlichen Nachwuchs, der in diese Unternehmungen eingebunden wird, eröffnet sich durch die Einrichtung eigener interdisziplinärer Nachwuchsseminare, die von
Nachwuchswissenschaftlern selbst thematisch definiert und organisiert werden, die Möglichkeit, schon in einem frühen Stadium eigene Forschungsgegenstände in größerem Umfang zu benennen und in Tagungen zu diskutieren.

 

Beteiligte Wissenschaftler


Sprecher: Oliver Jens Schmitt
Stellvertretender Sprecher: Dieter Segert
Heiner Eichner, Heinz Fassmann, Johannes Koder, Petrea Lindenbauer, Joachim Matzinger,
Michael Metzeltin, Stefan Michael Newerkla, Renate Pillinger, Fedor Poljakov, Richard Potz,
Rudolf Prokschi, Thomas Simon, Stefan Schumacher, Arnold Suppan

 

Beteiligte Fachrichtungen

 

Byzantinistik und Neogräzistik

Christliche Archäologie

Geographie

Indogermanistik

Osteuropäische Geschichte

Politikwissenschaft

Rechtsgeschichte

Romanistik

Slawistik

Theologie und Geschichte des christlichen Ostens

 

Beteiligte Fakultäten

 

Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie

Fakultät für Sozialwissenschaften

Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

Katholisch-Theologische Fakultät

Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

Rechtswissenschaftliche Fakultät

 

Die Forschungsplattform beginnt ihre Arbeit im Sommersemester 2009 mit der RingvorlesungDas politische Lied in Osteuropa" (ab 26.3. 2009)

 

Für das Wintersemester 2010/11 ist die Ringvorlesung "Heilige Ost- und Südosteuropas" geplant.

 

Landkarte

Bericht in Radio Vatikan

ktf-News (Katholisch-Theologische Fakultät)

Forschungsnachrichten der Universität

Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag"

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