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AKTUELLE NEUERSCHEINUNGEN

Matthias Beck
Leben - Wie geht das?
Die Bedeutung der spirituellen Dimesion an den Wendepunkten des Lebens.
Wien-Graz-Klagenfurt 2012
Wie geht Leben? Eine triviale Frage. Dennoch haben Menschen aller Zeiten danach gesucht.
Die tiefere Frage lautet: Gibt es eine Anleitung zum Leben?
Kann man Leben lernen, Leben üben, Orientierung finden?
Kann es gelingen, glücken, gar zur Fülle gelangen? Und dann die Frage: Was ist Leben überhaupt? Besonders Biologie und Genetik lernen hier umzudenken. Leben ist komplexer als bisher gedacht. Die Information für das Leben ist mehrdimensional. Sie liegt nicht in den Genen allein. Gene müssen gesteuert werden. Die Information für das Leben, für Krankheit und Gesundheit ist wesentlich von sogenannten epigenetischen Faktoren abhängig: vom Innenleben des Menschen, vom Denken und Fühlen, von der Umwelt.
Die Selbstverantwortung nimmt zu. Leben hat mit psychischen Reifungsprozessen zu tun, mit Sinnfragen und der Suche nach dem letzten Grund. Das Buch will die existentielle, lebensentscheidende Dimension des Religiösen herausarbeiten. Es will auch das Selbstverständliche ans Licht holen, das oft übersehen wird.
Es ist das Göttliche.

Gerhard Marschütz
theologisch ethisch nachdenken
Band 2: Handlungsfelder
Verlag Echter, Würzburg 2011
Während der erste Band (siehe unten) in Grundlagen theologisch-ethischen Nachdenkens einführt, widmet sich der zweite Band konkreten ethischen Herausforderungen. Unser Handeln ist letztlich von der Sehnsucht nach einem
sinnvollen Leben geprägt. Damit verbunden sind insbesondere Themen wie Partnerschaft, Ehe und Familie, ebenso Gesundheit, Krankheit und Tod sowie
eine lebenswerte Umwelt. Das vorliegende Buch greift vielfältige, in unserer
Gesellschaft häufig kontrovers diskutierte Fragen aus diesen Themenbereichen
auf und bringt theologisch-ethische Perspektiven in die ethische Debatte ein.
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Gunter Prüller-Jagenteufel u.a. (Hg.)
Theologie der Befreiung im Wandel.
Revisionen - Ansätze - Zukunftsperspektiven.(Concordia Monographien 51)
Verlagsgruppe Mainz, Aachen 2010
Die Theologien der Befreiung haben in den 1970er und 1980er Jahren im kirchlich-theologischen Raum wie auch auf politischer Ebene weltweit Beachtung gefunden
und auch Kontroversen ausgelöst. Seither ist es in Europa um die Befreiungstheologien jedoch eher still geworden. Diese Unterbrechung des Dialogs hat beiden Seiten geschadet: Den Befreiungstheologien wurde die Möglichkeit einer argumentativen Vertiefung ihrer Ansätze vorenthalten; die europäischen Theologien wiederum drohen
in einen neuen Provinzialismus zu geraten. Vor diesem Hintergrund schien es den Herausgebern dringend notwendig, in einem internationalen Symposium den Gesprächsfaden mit den Theologien der Befreiung von neuem aufzunehmen.
In diesem Band sind siebzehn Theologinnen und Theologen vertreten, die sich seit langem intensiv mit Fragen der Befreiungstheologie auseinandersetzen. Ihre Beiträge,
in denen sich die Pluralität der aktuellen Ansätze Lateinamerikas, Asiens und Europas manifestiert, widmen sie sich nicht einer verklärten Schau in die Vergangenheit, sondern der kritischen Analyse gegenwärtiger theologischer, sozialer und kultureller Entwicklungen.
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Gerhard Marschütz
theologisch ethisch nachdenken
Band 1: Grundlagen
Verlag Echter, Würzburg 2009
Theologische Ethik erschließt die Bedeutung des christlichen Glaubens
für das Leben und Handeln der Menschen in der Welt von Heute.
Dieses Buch vermittelt auf verständliche Weise einen differenzierten
Zugang zu den Grundlagen theologisch-ethischen Nachdenkens. Es
wendet sich insbesondere an Studierende des Lehramts Katholische
Religion, ermöglicht aber auch allen übrigen Studierenden der Theologie
an Universitäten sowie anderen Interessierten eine Einführung.
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Gunter Prüller-Jagenteufel u.a.
Gut(e) Theologie lernen
Matthias-Grünewald-Verlag 2009
Gutes theologisches Lernen macht die Verbindung von Theologie und Leben
spür- und erfahrbar, entwickelt sich an den generativenThemen Armut und
Fremdheit, geschieht dort, wo man sich auf dieRealität einlässt, integriert Form
und Inhalt, ist gemeinsames Lernen und erfordert partizipative Leitung, baut auf
einem dynamischen Verhältnis von Theorie und Praxis auf und bedeutet, Erfahrung theologisch informiert reflektieren zu können. Aus den Erfahrungen eines interkulturell-
theologischen Austauschprogramms, das seit 1994 für Theologiestudierende aus
Wien und Manila besteht, entwickeln die Autorinnen und der Autor eine zeitgemäße
Form theologischen Lernens. Am Beispiel der Begegnung zwischen Süd und Nord zeigt sich, wie es gelingt, sich kommunikativ Theologie anzueignen und eine theologische
Identität auszubilden. Damit liefert der Band zugleich einen Beitrag zur Weiter-entwicklung kommunikativer Theologie wie zur Verbesserung der Lehre in
verschiedenen theologischen Lernfeldern.

Matthias Beck
Mensch-Tier-Wesen
Schöningh-Verlag 2009
Es ist Realität: Die Grenze zwischen Mensch und Tier ist überschritten!
Das erste Mensch-Tier-Wesen ist in England hergestellt worden. In die entkernte Eizelle einer Kuh wurde der Zellkern einer menschlichen Zelle implantiert. Das auf diese Weise nach der Dolly-Methode geklonte Wesen lebte drei Tage. Es ist ein geklonter Hybrid und enthält in jeder Zelle ein gemischtes Genom aus menschlichen und tierischen Genen. Damit ist erstmals in der Geschichte die Speziesgrenze zwischen Mensch und Tier über-
schritten worden. Womöglich kann man auch tierische Eizellen mit menschlichem Samen befruchten oder menschliche Eizellen mit tierischem. All dies dient der Gewinnung embryonaler Stammzellen.
Neben diesen Hybriden, die in jeder Zelle ein Mischgenom tragen, gibt es auch Chimären. Dies sind Lebewesen, die Zellen eines anderen Lebewesens in sich tragen. Man kann Schafembryonen menschliche Zellen implantieren, und die geborenen Schafe enthalten dann zwanzig Prozent menschliche Zellen. Womöglich können Sie auch menschliche Spermien und Eizellen produzieren. Man kann Affenembryonen menschliche Gehirnzellen implantieren. Können diese Affen dann besser denken und womöglich für militärische Zwecke eingesetzt werden? Hühnern hat man schon Zellen von Wachteln implantiert, und die Hühner übernahmen die Bewegungen der Wachteln. Die Implantation von fremden Zellen funktioniert bei Embryonen besonders gut, da diese noch kein Immunsystem haben, das die Zellen abstoßen könnte.
Wohin wird die Entwicklung gehen? Werden Tiere bald menschliche Organe austragen? Können Affen mittels Zelltransplantation von menschlichen Gehirnzellen bald zu Soldaten ausgebildet werden? Wird man Menschen tierische Zellen und Tieren menschliche Zellen implantieren? Wieviel Tier verträgt der Mensch und wieviel Mensch verträgt das Tier? Das sind die Fragen der Zukunft. Das Buch behandelt auch andere Stammzellquellen: Parthenoten, Klone, tote Embryonen, ANT (altered nuclear transfer), ANT-OAR (-oocyte assisted reprograming), iPS-Zellen. Wie kaum ein anderer vermag Matthias Beck als Mediziner und Theologe die ethischen Probleme eines Fachbereichs zu analysieren, der buchstäblich an Grenzen heranreicht.

