Die Forschung manifestiert sich zum einen in zahlreichen Vorträgen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts in verschiedenen Bereichen der gesellschaftlich und kirchlichen Öffentlichkeit gehalten werden, sowie in Aufsätzen und Artikeln in einschlägigen Fachzeitschriften (siehe dazu jeweils das aktuelle Veranstaltungs- und Schriftenverzeichnis).
Forschungsschwerpunkt (FSP) "Text und Mystik"
Der Kohelet-Kommentar des Hieronymus (FWF-Projekt)
Ab 1. März 2010 wird im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Text und Mystik" ein vom FWF gefördertes Forschungsprojekt durchgeführt. Unter der Leitung von Uni.-Prof. Dr. Ludger Schwienhorst-Schönberger und unter Mitarbeit von Dr. Elisabeth Birnbaum wird der Kohelet-Kommentar des Hieronymus aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt, umfassend kommentiert und auf seine theologischen, exegetischen und hermeneutischen Positionen und Implikationen hin untersucht. Das Projekt versteht sich als eine Fallstudie zu der derzeitigen, nach wie vor offenen bibelhermeneutischen Diskussion rund um die Öffnung des historisch-kritischen Paradigmas.
Zum anderen sind folgende umfangreiche Forschungsprojekte in Arbeit:
Prof. Dr. Ludger Schwienhorst-Schönberger:
Das Buch der Sprichwörter (Stuttgarter Kleiner Kommentar)
Das Buch Kohelet (Stuttgarter Kleiner Kommentar)
Theologie des Alten Testamentes (Kohlhammer Studienbücher Theolgie)
Dr. Agnethe Siquans befasste sich in ihrem interdisziplinären Habilitationsprojekt mit der Rezeption alttestamentlicher Prophetinnen in der Patristik. Die relevanten Quellentexte wurden besonders auf die Hermeneutik ihrer Auslegung hin befragt. Genderspezifische Aspekte der Interpretation sowie die Problematik antijüdischer Aussagen wurden untersucht. In einem weiteren Schritt wurden patristische und moderne Auslegungen miteinander ins Gespräch gebracht, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede reflektiert und für heutige Exegese fruchtbar gemacht.
Dr. Elisabeth Birnbaum hat sich in ihrer Dissertation mit der Wirkungs- und Auslegungsgeschichte des Juditbuches auseinandergesetzt. Die Arbeit beschäftigt sich mit zwei Schlüsseljahrhunderten der Judit-Interpretation: mit dem 17. und 18. Jahrhundert. Es wird versucht, dem Juditbild dieser Zeit möglichst umfassend auf die Spur zu kommen, deshalb finden neben Bibelexegesen auch Predigten, Theaterstücke, Oratorien und Gemälde Beachtung. Räumlich beschränkt sich die Untersuchung auf Wien, einer Stadt, die sowohl politisch als auch kulturell eine zentrale Position in Europa innehatte und daher als exemplarisch gelten kann.
Analytische Bibliographie zum Buch Deuteronomium