Wednesday 16. May 2012
Kongress:
An den Grenzen der Leiblichkeit

 

 

 

 

ET-Kongress Wien (24.) 25. - 28.08.2011
An den Grenzen der Leiblichkeit.
Theologische und interdisziplinäre Zugänge zum Menschsein

 

 

Vom 25. - 28. August 2011 findet in Wien der Jahreskongress der

"ET - Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie" statt.

 

 

INFOFOLDER in den vier Kongresssprachen: bitte die entsprechende Fahne anklicken

 

Fremdsprachige Kurzinformation: bitte die entsprechende Fahne anklicken




 

 

In unseren europäischen Gesellschaften sind widersprüchliche Tendenzen beobachtbar: Einerseits führt die zunehmende Bedeutung der naturwissenschaftlichen Zugänge und Erklärungsweisen zu weitgehend materialistischen Vorstellungen vom Menschen, sodass das Geistige und Geistliche zurückgedrängt wird. Der Körper wird zur Identifikationsfigur der Person hochstilisiert, sein Verfall wird als Ende des ganzen Menschen gedeutet. Die Überwindung des Körpers im Sinne transhumanistischer Bestrebungen scheint diese Grenze aufheben zu wollen.

 

Andererseits gibt es auch Tendenzen der Spiritualisierung, welche zu einer Abwertung der körperlichen Verfasstheit der Lebensvollzüge führen und die leiblichen Bedürfnisse nicht in ihrer Bedeutung für den ganzen Menschen sehen. In anderer Weise wird auch hier der Körper zum bloßen Gegenstand, über den der Geist beliebig verfügen kann.
Welche Herausforderungen stellen diese Zugangsweisen zur körperlichen Verfasstheit des Menschen an das theologische Verständnis des Verhältnisses von Leib, Seele und Geist?

Die Redebeiträge des Kongresses zeigen eine Spurensuche nach dem Umgang mit Körperlichkeit und Leiblichkeit in unserer Gesellschaft, verbunden mit der Suche nach neuen theologischen Zugängen zur Vorstellung von Leiblichkeit. Sie fragen, welche Ansatzpunkte in der Bibel, der Geschichte und Gegenwart der Theologie sich den Extremen der Materialisierung und der Spiritualisierung widersetzen und für heute fruchtbare Anregungen geben können. Sie zeigen anhand des für die Leiblichkeit zentralen Momentes der menschlichen Beziehungen die Fundamentalität und die Chancen dieser Grundverfassung des Menschen auf. Sie untersuchen anhand der Gebrechlichkeit menschlicher Existenz in Krankheit und Sterben nach der Bedeutung der Verknüpfung von Leib, Seele und Geist und nach der Bedeutung des Glaubens an eine Auferstehung des Leibes. Sie fragen, wie die leibliche Verfasstheit der Kirche und der leibliche Vollzug der Liturgie einen Beitrag leisten zu einem zeitgemäßen Verständnis der leiblichen Verfasstheit des Menschen.

 

Herzlich eingeladen sind alle ET-Mitglieder (und solche, die es noch werden wollen: Registrierung als Mitglied auf der Homepage der ET International), alle ET-Junior-Mitglieder (und solche, die es noch werden wollen: Registrierung als Mitglied auf der Homepage der ET International) sowie alle interessierten Theologen.

 

 

 

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